Datenschutz-Grundverordnung

Die in allen Kanälen diskutierte Datenschutz-Grundverordnung ist seit nunmehr 2 Tagen. 25 Mai 2018 gültig und viele Online-Affine Gewerbetreibende wie Shopbetreiber, Newsletteranbieter, Blogger und nicht zuletzt Affiliates müssen sich nach den Richtlinien dieser Verordnung halten. Was das im Detail heißt, kann nur beantworten, wer sich den enormen Text durchliest. Da das die wenigsten machen werden, wird wohl fast jeder Betreiber von Internetseiten das nötigste Herausfiltern, um abmahnungsfrei und d’ac­cord mit der Datenschutz Grundverordnung durch die nächsten Jahre zu kommen.

Link zu Wikipedia Datenschutz-Grundverordnung https://de.wikipedia.org/wiki/Datenschutz-Grundverordnung

Link zu Dejure Gesetztext der Datenschutzgrundverordnung  https://dejure.org/gesetze/DSGVO

Datenschutz ist wichtig. Die Grundverordnung ist zu detailliert.

Datenschutz muss sein und ist mir sehr wichtig, aber letzten Endes bestraft man die Falschen mit vielen Regelungen, die nur Arbeit machen. Unangetastet bleiben die großen Internetkonzerne, die die Verantwortung lediglich zu Affiliates und Kunden schieben. Als kleiner Internetunternehmer kann man es sich nicht leisten, dass etliche Schreibarbeiten und Hinweise auf personenbezogene Daten outgesourced werden. Diese Arbeit mit der Datenschutz-Grundverordnung bleibt am Blogbetreiber hängen und hindert uns daran Umsatz zu generieren.Jeder der sich mit der Materie befasst hat es längst geahnt, dass Google, Facebook und Microsoft mehr über den User wissen als die eigenen Eltern oder der Ehepartner.

Wie ich es mit meinen Seiten und der Datenschutz-Grundverordnung halte.

Auch auf Affiliatehelp.de und meinen anderen Blogs und Nischenseiten befinden sich die entsprechenden Änderungen kurz vor ihrer Fertigstellung. Obwohl ich bereits seit einigen Jahren in den Tiefen des Impressums auf die “Risiken” des Blogs hingewiesen habe, konnte ich mich dazu durchringen eine Datenschutzerklärung online zu stellen, in der alle verwendeten sowie eventuell verwendeten Portale, Dienstleister, Partnerprogramme usw. gelistet werden. Des Weiteren habe ich alle meine Blogs, mit der Hilfe von kostenlosen let’s encrypt Zertifikaten, auf https umgestellt. Das ist bei einem älteren WordPress, manche meiner Werke sind schon über 10 Jahre alt, nicht immer einfach.

WordPress auf https umstellen, damit die Datenschutz-Grundverordnung umgesetzt werden kann.

Einen Blog auf  das https ist wahrlich kein Hexenwerk und man kann sich im Internet an zahlreichen Anleitungen ergötzen. Das Erstellen eines kostenlosen Zertifikats ist eine Grundvoraussetzung um die Datenschutz-Grundverordnung umzusetzen und dauert in den meisten Fällen, wenn vom Provider erlaubt und freigeschaltet, nicht einmal fünf Minuten. Danach folgt ein kurzer Eingriff in WordPress sowie eine geringfügige Änderung der htaccess Datei. Nun installiert man noch ein kleines WordPress Plugin und es sollte laufen.

Gerne verweise ich an dieser Stelle auf die Anleitung von Ellen bei Elmastudio zum umstellen auf HTTPS. Wer wie ich die ganze Geschichte im letzten Jahr verschlafen hat und nun alles ändern will/muss, der kann außerdem noch auf Kommentare zurückgreifen. 🙂

 

 

 

 

17 Gedanken zu „Datenschutz-Grundverordnung“

  1. Ich hoffe es werden Anpassungen am Gesetz vorgenommen. Diese sind, wie nach einigen Wochen wohl jedermann erkennbar, wirklich nötig. Ein Gesetz, das von Leuten gemacht werden, die blind auf ihren Datenschutz pochen, jedoch nicht verstehen, wie viele Aufwand ein ihr Vorhaben mitsichbringt, kann grade die kleinen Unternehmen und Selbstständige schnell vor eine unbezwingbare Aufgabe stellen. Ich arbeite grade an einer potenziellen Lösung, Affiliatebilder von Amazon abzurufen, ohne dass die IP des Nutzers an die Amazonserver übertragen wird – nicht grade einfach!

    1. Hallo Jannis,
      danke für den Kommentar.Wie ich gehört habe, schaffen die das bei Amazon nicht einmal bei ihren eigenen Softwareprodukten / Plugins.
      Ich bastle gerade etwas mit dem Affiliate Toolkit herum, hier arbeitet man gerade auch an einer Lösung. Wie ich informiert bin, kann man Bilderabfragen über den eigenen Server leiten, schließlich setzt dann erst das Netzwerk, in dem Fall Amazon, den Cookie.
      Wenn du etwas darüber schreiben möchtest, wenn du ein Plugin proggst oder so, oder eine generelle Lösung anbieten kannst, dann sprich mich wegen eines gastartikels an.
      Gruß
      Andre

  2. Die DSGVO ist einfach wieder ein bürokratisches Monster das komplett am einfachen Menschen vorbei geht. Ich hoffe das sehr schnell Anpassungen erfolgen und kleine Blogs und Shops anders bewertet werden als Global Player. Es muss einfache und leicht umsetzbare Anforderungen geben. Mal sehen ob, wann und wie schnell sich die EU-Politiker da bewegen werden

    1. Da bin ich Ihrer Meinung, denke allerdings das kleinere Blogs nicht soviel zu befürchten haben, da die ganzen Abmahn Anwälte sich erstmal mit den großen Blogs beschäftigen. Wenn man einen größeren Blog hat der gut Geld einspielt, dann würde ich empfehlen einen guten Anwalt zu nehmen bzw. einen Spezialisten um seinen Blog / Webseite DSGVO sicher zu machen

  3. Hallo, danke für den informativen Artikel.
    Für mich ist die DSVGO wieder nur reine Geldmacherei. Habe nun schon in mehreren Beiträgen gelesen, dass Webseitenbetreiber abgemahnt wurden, nur weil eine Kleinigkeit gefällt hat.
    Für Anwaltskanzleien, die sich darauf spezialisieren ist dies momentan leicht zu verdienendes Geld.

    Liebe Grüße,
    Mathias

  4. Hallo André, vielen Dank für deinen ausführlichen Artikel. Ich beschäftige mich erst seit Kurzem mit der Thematik, da mein Blog noch sehr jung ist. https habe ich und Datenschutz sowie Impressum habe ich mir als Vorlage kopiert. Ich will auch bald Affiliate Links auf meinen Blog einbinden, was für den Datenschutz ja kein Problem sein sollte. Nur das mit dem Cookie Hinweis bekomme ich nicht hin. Ich habe meine Seite mit WIX erstellt und finde ich nirgends eine solche Einstellung. Da ich aber weder Analytics noch sonst was auf meiner Seite habe, kann ich mir die sparen oder?

  5. Versteht mich bitte nicht falsch. Ich bin absolut für Datenschutz und dem Thema “Vergessen werden”. Aber das hier ist absolut nicht zielführend sondern nur eine Maßnahme irgendwas zu beschließen, damit die Verbraucher ein gutes Gefühl vermittelt bekommen. Besonders kleine Unternehmen die voll auf Webshop abgestützt sind werden hier massenhaft abgemahnt werden weil Sie ein Shopsystem nutzen das einfach Cookies integriert hat. Hier auf ein Plugin zu warten, oder sich nen Entwicker zu suchen kostet massig Zeit oder ist für Kleinbetriebe nicht bezahlbar. Was machen die Kleinbetriebe dann? Nämlich keine eigenen Webshop anlegen sondern einen Anbieter suchen der das tatsächlich umsetzen kann wie Spreadshirt oder ähnliches. Toll, dann liegen die Daten im evtl. Ausland und die Verantwortung wurde abgedrückt. Machts das besser?

    LG Sascha von sh-lifestylecoaching

  6. Ich habe Atos Aussage gelesen und musste feststellen… Stimmt! So erging es auch mir…
    Danke für den tollen Artikel. Gerne mehr… komme sicher wieder!

    Allen ein schönes Weihnachtsfest.

  7. Mal gant ehrlich da blickt doch eh keiner mehr durch und im Endeffekt landen Daten sowieso überall wenn der Preis stimmt. Ist halt leider so wenn man sich im www bewegt :/.

  8. Leider werden bis heute SSL Zertifikate von vielen Agenturen und Freelancern immer noch nicht richtig eingebunden, so dass in der URL Zeile oftmals immer noch das offene Schloss steht. Hoffentlich lesen diese mal u.a. diesem Artikel. Vielen Dank dafür!

  9. Als Blogger finde ich die DGSVO an vielen Punkten zwar völlig übertrieben und auch eher wenig nachvollziehbar, aber gemeckert hab ich die letzten Tage nun schon genug. Jetzt wirds Zeit was zu tun. Danke für die tolle Checkliste und für den hilfreichen Beitrag. (Also mich habt ihr gewonnen :))

  10. Hallo,

    sehr gut geschrieben. Die DSVGO ist für mcih selber echt ein Buch mit sieben Siegel. Ich glaube selbst die die es verfasst haben verstehen die DSVGO selbst nicht zu 100 %. Für mich”normalo” absolut nicht nachvollziehbar und einfach nur wieder ein neuer Teil im deutschen Bürokratie Wahnsinn.

  11. DSGVO – da bekomm ich heute noch schwache Knie, wenn ich diese fünf Buchstaben lese. In meinem Betrieb hat das Ganze viel Arbeit, Zeit und natürlich Geld gekostet hier konform dazustehen. Verstehe natürlich die Problematik und wollte hier auch unbedingt klar da stehen, aber die Panikmache war teilweise schon sehr übertrieben. Naja. 🙂 Danke jedenfalls für den Beitrag hier.

  12. Moin,
    habe nur ich das Gefühl oder wird das Affiliate immer bürokratischer?
    Danke für den sehr gelungener Beitrag. So viele Informationen zusammen zu tragen, macht sicher auch immer eine Menge Arbeit.
    Komme bestimmt öfter mal vorbei, um zu sehen ob es etwas Neues gibt.
    Schöne Grüße aus B
    Ronny

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